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21.10.2017 : 14:26
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Pfarre Glödnitz-Flattnitz

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Pfarrkirche Hl. Margareta

Die Kirchengründung von Glödnitz geht auf Hemma von Gurk zurück. Zu jenen neun Kirchen, die 1043 als Eigenkirchen der heiligen Hemma erwähnt wurden, gehörte auch die Michaelskapelle in Glödnitz.

Viele der bis ins 11. Jahrhundert errichteten Gotteshäuser waren Eigenkirchen. Grundherren erbauten und erhielten für ihre Untertanen Kirchen. Der Markgräfin Hemma war die sittlich-religiöse Bildung ihrer Untertanen offenbar ein großes Anliegen. Von Erzbischof Balduin von Salzburg verschaffte sich für ihre Glödnitzer Kirche das Tauf- und Begräbnisrecht. 1106 schenkte der abgedankte Bischof Berthold von Gurk das Gotteshaus dem Kloster St. Paul. Unter Bischof Roman I. (1131-1164) gelangte die Kirche wieder an das Bistum und wurde von diesem seinem Domkapital übergeben. Die Glödnitzer Pfarrkirche ist heute noch eine Patronatskirche des Domkapitels.

Glödnitz blieb lange Filiale der großen Pfarre Altenmarkt und wird als solche noch 1223 genannt. Die Erhebung zur eigenen Pfarre erfolgte 1393. Der Pfarrer von Altenmarkt, Andreas von Zammelsberg, gab seine Zustimmung, daß in Glödnitz ein eigener Pfarrer bestellt werde , der Pfarrer von Altenmarkt vorgeschlagen werden solche. Erster Pfarrer von Glödnitz war Josef Mert (1406).

Es wird vermutet, daß im 14. Jahrhundert die heutige gotische Kirche erbaut wurde und ihr neues Patrozinium St. Margaretha, das 1370 erstmals Erwähnung fand, erhielt. Zur Zeit der Türkeneinfälle wurde die Glödnitzer Kirchenanlage von einer Wehrmauer umgeben. In der Mauer befinden sich zahlreiche Schlüsselscharten. Es sind quadratische Balkonlöcher vorhanden, die den Verlauf des früher vorhandenen Wehrganges kennzeichen.

Auch die Zeit der Reformation ging an Glödnitz nichts spurlos vorüber. Utraquisten waren Anhänger einer hussitischen Bewegung, die das Abendmahl in beiderlei Gestalt (Brot und Wein) forderte. Und noch 1585 sollen in der Glödnitzer Kirche deutsch-lutherische Lieder gesungen worden sein.

Die Einkünfte des Pfarrers beruhten auf den Erträgen der Pfarrhofwirtschaft und auf Gebühren für Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse. Neben diesen Erträgen mussten die grundbesitzenden Untertanen Naturalien abliefern.

Pfarrer Woschitz von Glödnitz beschwerte sich 1847 über die geleidteten Abgaben "die meisten Halder sind Kleinhäusler, Keuschler oder Halbhübler. einige wenige ordentliche Bauern ausgenommen. Sie geben meist das ausgesucht Allerschlechteste, zuweile manche sogar schon früher ausgepleschtes Getreide, kleine Graben, faules und schlechtes eingebrachtes Getreide und dieses noch nicht in voller Anzahl."

1893-1894 erfolgten Renovierungen in der Pfarrkirche von Glödnitz. Die Kirche wurde als "düster, dumpf und verwahrlost" beschrieben. Die Sängerempore bedeckte damals fast den gesamten Innenraum der Kirche. "Unter dem Chor die Dunkelheit eines Grabgewölbes", meinte der damalige Pfarrer von Glödnitz und ließ die Empore auf ihr ursprüngliches Ausmaß von 1648 reduzieren. 1897 erfreuten sich die Besucher der Messe am Klang der neuen Orgel.

Höhepunkte für die Pfarre Glödnitz

1923: Die Einweihung des Kriegerdenkmals. Als Gedenkstein wurde ein Felsbrocken aus dem Görtschacher Berg verwendet, der "mittels Wagen, den 30 Mann zogen auf die Görtschacherstraße und von dort mittels Pferden an seine jetzige Stelle gebracht" wurde.

1924 und 1951: Neue Glocken wurden nach der Ablieferung in Kriegzeiten geweigt.

Im Jahre 1927 veranlaßte man Eindeckungsarbeiten und eine Kreuzaufsetzung.

1963 wurde eine Innenrenovierung durchgeführt.

Umfangreiche Renovierungsarbeiten erfolgten aufgrund des 600-Jahr Jubiläums der Pfarre Glödnitz im Jahre 1993. Anläßlich der Jubiläumsfeierlichkeiten befaßte sich Vizebürgermeister Dr. Rudolf Dörflinger eingehend mit der "lebendigen Geschichte von Glödnitz und Umgebung" und brachte die Ergebnisse seiner Forschertätigkeiten in einem hervoragendem Vortrag dar.

Ortsseelsorger von Glödnitz ist GR Pfarrer Otto Gritsch aus Deutsch-Griffen. Er wurde 1977 zum Mitprovisor von Glödnitz und Flattnitz bestimmt.

Filialkirche Hl. Johannes der Täufer

Johanneskirche Flattnitz

Von der romanischen Kapelle aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts sind nur einige Reste im heutigen Mauerwerk erhalten. Der frühgotische Rundbau wurde um 1330 mit einem Hauptchor, zwei polygonalen Nebenapsiden und einem wehrhaften Sakristeiturm errichtet. Der relativ niedrige, wuchtige Turm mit Pyramidenhelm ist bestimmend für die Außenansicht. Zusammen mit dem ehemaligen Hospizanbau im Westen bildet die Kirche eine malerische Baugruppe. Das Hospiz diente Pilgern und Handelsreisenden als Unterkunft. Das ganze Bauensemble ist mit grauen Steinplatten eingedeckt. Das Hauptportal befindet sich an der Nordseite der Kirche.

Aus einer Beschreibung der Filialkirche von 1521, verfasst von Pfarrer Christof Ernst aus Glödnitz, geht hervor, dass der Flattnitzer Kirche zu dieser Zeit viele Ablässe gewährt waren. Sie besaß eine Anzahl "unheilabwehrende" Reliquien, wie z.B. Milch von der Jungfrau Maria, Blut des hlg. Stephanus und Gold der hlg. Drei Könige. Die Wallfahrten erfreuten sich reger Beteiligung, da in der Bevölkerung der Glaube herrschte, die Türken kämen zurück, wenn man nicht mehr zu Flattnitz pilgere. Viele der Reliquien wurden in den Dom von Gurk überstellt.

 
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